Zusammenfassung

Myofibrillen der quergestreiften Muskulatur sind doppelbrechend. Daher können Struktur und Bewegungen der quergestreiften Skelettmuskulatur mit dem Polarisationsmikroskop gut beobachtet werden. Auch Wirbellose, wie Kleinkrebse besitzen eine quergestreifte Muskulatur. Die Arbeit präsentiert Zeitreihenstudien der Bewegungen der Muskelstränge von Daphnia spp.  mit dem Polarisationsmikroskop und digitalen Videos. Verschiedene wellenförmige Kontraktionen der gestreiften Muskeln wurden beobachtet. Der einfache Versuchsaufbau ermöglicht die Darstellung der quergestreiften Muskulatur der Wasserflöhe (Daphnia spp.) als Versuchsobjekt für den Biologieunterricht und die universitäre Ausbildung.

Zur Diskussion im deutschsprachigen Tümplerforum.

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Schlüsselwörter: Daphnia – Invertebrata – Quergestreifte Muskulatur – Polarisationsmikroskop

 

Die perfekte schiefe Beleuchtung

Die schiefe Beleuchtung ist wohl das älteste Verfahren zur Steigerung des Kontrasts in der Mikroskopie und gehört zu den Interferenzkontrast-Verfahren. Diese Arbeit gibt einen Überblick über Ursprung, historische Entwicklung und Theorien der schiefen Beleuchtung. Die schiefe Beleuchtung war ein Schlüssel zur Theorie der mikroskopischen Auflösung. Während der Entwicklung der modernen mikroskopischen Beleuchtung geriet die schiefe Beleuchtung in Vergessenheit, um in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder entdeckt zu werden. Die schiefe Beleuchtung mit Apertur-Masken steigert den Kontrast, nicht jedoch die Auflösung. Die Fourier-Optik erklärt die Effekte der schiefen Beleuchtung und ihre unerwünschten Begleiterscheinungen bei sub-optimaler Einstellung vollständig, etwa breite Lichter und Schatten. Diese Arbeit beschreibt die optimale Einstellung der schiefen Beleuchtung mit besten Ergebnissen in der digitalen Mikrofotografie.

Schlüsselwörter: Schiefe Beleuchtung – Auflösungsgrenze – Fourier-Optik – Beugung – Interferenzkontrast

In Vorbereitung

Fluoreszenz-Doppelfärbung mit Hoechst 33342 und Acridinorange zur Bestimmung der Arten von Ciliaten (Phylum: Ciliophora)

Thilo Bauer

Beschrieben wird eine neue Methode der Doppelfärbung mit den Fluorochromen Hoechst 33342 (Ho342) und Acridinorange (AO). Die Methode der Doppelfärbung ist einfach in der Handhabung und wird insbesondere empfohlen für die systematische Bestimmung der Arten von Ciliaten (Phylum: Ciliophora). Die Methode färbt Zellkerne (allgemein: DNA) spezifisch in blauer Farbe und färbt darüber hinaus Phagosome, Lysosome, Acidosome, ciliäre Granula sowie in einigen Fällen auch Trichocysten in verschiedenen Farben von grün bis rot. AO stellt bei bestimmten Gattungen charakteristische Muster der Ciliatur dar, indem ciliäre Vakuolen und Granula besonders gefärbt erscheinen. Eine korrekte Interpretation der Färbung wird ausführlich diskutiert. Die Methode erlaubt Life-Cell-Imaging, kann für alle bisher beobachteten Arten der Ciliaten angewandt werden und ist frei von Artefakten. Daher ersetzt die Fluoreszenz-Doppelfärbung mit Ho342 und AO die bislang empfohlene Supravitalfärbung mit Methylgrün-Pyronin. Die Methode wird erfolgreich angewandt bei der Bestimmung der Arten von Ciliaten während eines mehrjährigen Monitoring der Ciliaten im Naturschutzgebiet "Verbrannte Maar/Hellenmaar" (SU- 044) nahe Bornheim (Rheinland).

Bauer T. Fluoreszenz-Doppelfärbung mit Hoechst 33342 und Acridinorange zur Bestimmung der Arten von Ciliaten (Phylum: Ciliophora). Mikroskopie. 2019; 1: 2-19.

DOI: 10.5414/MKX00192A

Volltext: www.researchgate.net

Interpretation der Acridinorange-Färbung von Ciliaten (Ciliophora) des Süßwassers und des Bodens

Thilo Bauer

Färbungen mit Acridinorange (AO) fallen bei verschiedenen Gattungen der Ciliaten(Ciliophora) sehr spezifisch aus. Eine minimale Laborausstattung und ein Protokoll für reproduzierbare Färbungen der Ciliaten des Süßwassers und des Bodens mit AO werden beschrieben. Digitale Spiegelreflexkamerasmit Videofunktion ermöglichen Live-Cell-Imaging. Die Färbung der DNA unterstütztdie Bestimmung der Arten durch Identifikation von Macro- und Micronuclei. AO ermöglicht ferner eine Differenzierung von dsDNA und ssDNA in den aktiven Regionen des Zellkerns während der Mitose. Phagosome, Lysosome und Acidosome werden von AO in Abhängigkeit vom pH-Wert in Farben von grün bis rot gefärbt. Dies ermöglicht die Darstellung von Vorgängen der Endocytose und Exocytose. Entlang der Cilienlinien einiger Gattungen der Ciliaten treten mit AO Färbung rot gefärbte Zellorganellen nahe der Zellmembran hervor. Dieser Befund wird mit früheren Untersuchungen der AO-Färbung des Trichocysten Systems der Gattung Paramecium verglichen.

Bauer T. Interpretation der Acridinorange-Färbung von Ciliaten (Ciliophora) des Süßwassers und des Bodens. Mikroskopie. 2015; 1: 23-35.

DOI: 10.5414/MKX0058

Volltext: www.researchgate.net

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